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Tanz der Seele - Ballett am Theater Rudolstadt


Rudolstadt. Nach ihrem erfolgreichen Start mit „Schwanensee“ in Nordhausen präsentiert sich die neue zwölfköpfige Ballettkompanie des dortigen Theaters nun erstmals in Rudolstadt: „Die Seele erzählt nicht, sie tanzt“ der beiden Choreografen Ivan Alboresi und Pedro Lozano Gómez rückt den tänzerischen Ausdruck der Gefühle in den Mittelpunkt und zeigt eine Mischung aus modernem Tanz und Spitzenschuhen. Ab dem 22. April ist der bilderstarke zweiteilige Abend im Rahmen der Kooperation mit dem Theater Rudolstadt im Stadthaus zu erleben.

„Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt“ – dieses Zitat von Platon steht den beiden Choreografen auf unterschiedliche Weise Pate. Den ersten Teil des Abends beschert dem Publikum der Katalane Pedro Lozano Gómez. Schon mit drei Jahren wusste er, dass er Tänzer werden wollte. Doch es sollte noch zehn Jahre dauern, bis sein Traum Gestalt annehmen wollte. Mittlerweile arbeitet er freischaffend als Tänzer und Choreograf, u. a. mit Persönlichkeiten wie William Forsythe, Jirí Kylian und anderen. Für diesen Ballettabend legt er seiner Choreografie die Musik des zeitgenössischen isländischen Komponisten Ólafur Arnalds zugrunde und umkreist mit seinen Tänzern die Instabilität der Welt und des Lebens als Themen.

Ivan Alboresi, neuer Ballettdirektor in Nordhausen, choreografiert den zweiten Teil. Er konzentriert sich ganz auf die Gefühlsregungen und Emotionen, die sich im Tanz ausdrücken lassen. Alboresis Musikauswahl stammt von Johann Paul von Westhoff, einem Barockkomponisten, dessen geradezu minimalistische Sonaten auch Johann Sebastian Bach inspirierten, und von „alva noto“, einem deutschen Komponisten, der u. a. den Soundtrack für „The Revenant – Der Rückkehrer“ schuf. Mit seinen Choreografien lässt er den Zuschauer den menschlichen Körper und dessen Schönheit in einer rein aus der Musik erwachsenden assoziativen Tanzsprache entdecken.

Der Doppel-Abend „Die Seele erzählt nicht, sie tanzt“ steht im Theater im Stadthaus insgesamt für drei Vorstellungen, am 22. April und 5. Mai, jeweils 19.30 Uhr, sowie am 21. April, um 18 Uhr, auf dem Spielplan. Karten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen sowie telefonisch unter 03672/422766 erhältlich.

*Fotos: Tilmann Graner*

21.04.2017